Mit Angst leben

Der staatliche Fernsehsender NHK in Japan untersuchte mit der Hilfsgruppe „Stiftung 3.11 Kinder mit Schilddrüsenkrebs“ zusammen über das Angstgefühl von Kindern, die nach dem Atomunfall von Fukushima Schilddrüsenkrebs diagnostiziert worden waren, und ihren Eltern. Das allarmierende Resultat veröffentlichte NHK am 27. November.

Die Präfektur Fukushima führt seit der Atomkatastrophe von 2011 kontinuierlich eine systematische Schilddrüsenuntersuchung durch. Kontrolliert werden insgesamt 380’000 Kinder, die damals unter 18 Jahre alt waren. Bis heute erhielten mehr als 190 Kinder Diagnose Krebs oder Verdacht auf Krebs und bei über 150 Kindern wurden bereits die erkrankte Schilddrüse entfernt.

Unter solchen Umständen ist es kein Wunder, dass die Familien mit grosser Angst leben, und das ist gut abzulesen bei Antworten auf den Umfragebogen, der an 67 Kinder und Eltern per Post gesandt worden sind. Geantwortet haben davon 52.

Das Ergebnis ist bedrohlich. Denn Angst haben 77 % der Beantworteten. 23 Personen haben Angst vor einem Rückfall des Krebses und „Metastase des Krebses“ und „Verschlechterung der körperlichen Verfassung“ fürchten jeweils 9 Person.

Rund die Hälfte der Gefragten vermutet ausserdem einen Zusammenhang zwischen der Krankheit und dem Atomunfall vom AKW Fukushima II, obwohl die für die Untersuchung zuständige Komitee der Meinung ist, dass es im heutigen Zeitpunkt schwierig vorzustellen ist.

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